Perspective-Taking in der Praxis: Wie eine Grossbank auf die Pandemie reagiert hat
Die Credit Suisse hat im Zuge der Covid-Pandemie und der daraus resultierenden Umstellungen der gewohnten Arbeitsabläufe die «New Ways of Working» untersucht. In einem Video fassen zwei Beteiligte die Ergebnisse ihrer Praxistests zusammen.

Durch die Pandemie wurde die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Plötzlich mussten viele Menschen von zu Hause arbeiten – neue Arbeitsstrukturen entstanden. Um die Umstellungen ihrer Arbeitsprozesse zu verstehen, führte die Schweizer Grossbank Credit Suisse eine interne Untersuchung durch. Verschiedene Arbeitsmodelle wurden getestet und der Dialog mit Mitarbeitenden gesucht. Laut Elena S. Narciss, Assistant Vice President in Change Projects bei Credit Suisse, seien fast 4000 MitarbeiterInnen bereit gewesen, an der Untersuchung teilzunehmen.

«Aus der Studie wurde gelernt: Eine One-size-fits-all-Lösung für die ganze Bank gibt es nicht», meint Marina Weilenmann, Director und Head of Change Portfolio Management der Credit Suisse. Es bräuchte massgeschneiderte Lösungen, passend für die spezifischen Anforderungen der einzelnen Bereiche. «Über systematisches Perspective-Taking haben wir es geschafft, vorgefasste Meinungen zu erklären und aufzulösen», sagt Weilenmann.

 
 

Marina Weilenmann und Elena S. Narciss stellen an der Academy of Behavioral Economics 2022 die Resultate ihrer Untersuchung vor und zeigen Beispiele aus der Unternehmenspraxis.

Jason Hickel: «Lasst uns unser Wirtschaftssystem neu konzipieren und ein besseres schaffen»
Wachstum ist ein grundlegendes Paradigma unseres Wirtschaftssystems. Doch könnte eine geordnete Reduzierung von Energie und Ressourcen die Wirtschaft wieder ins Gleichgewicht mit der Umwelt bringen? Der Wirtschaftsanthropologe Jason Hickel ist sich sicher.