Microliving: Wohnkonzepte für jede Lebenslage
Viele Wohnungen, die heute von nur einer Person bewohnt werden, würden nicht effektiv genutzt, sagt GDI-Forscher Stefan Breit im Interview mit SRF «10 vor 10». Wohnformen wie Microliving seien hier eine Lösung.

Der Anteil an Ein- und Zweipersonenhaushalten in der Schweiz ist seit den 1950er Jahren ständig gestiegen. Heute lebt in 35 Prozent der Schweizer Privathaushalte nur eine Person. In den Städten ist der Anteil sogar deutlich höher. «Wenn Sie in einer grösseren Schweizer Stadt irgendwo an eine Tür klopfen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dort nur eine Person wohnt, bei fast 50 Prozent», sagt GDI-Forscher Stefan Breit im Interview mit SRF «10 vor 10». Die Wohnungen seien aber nicht effektiv gebaut für Leute, die allein wohnen, so Breit. Deshalb brauche es spezifische Wohnkonzepte für jede Lebenslage.

An neuen Wohnformen wie Microliving forscht Architektur-Professorin Elli Mosayebi an der ETH Zürich. Doch wie «verführt» man Leute dazu, weniger Raum in Anspruch zu nehmen? Der «10 vor 10»-Beitrag gibt Einblick in eine Test-Wohnung:

Studie, 2018 (kostenloser Download)

Sprachen: Deutsch
Im Auftrag von: iLive

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