Medienwandel: Das sind die neuen Formate
Daten- und Roboterjournalismus, Blockchain, Augmented Reality, eine alternde Gesellschaft, neue Arbeitsformen und Stellenprofile – Medienschaffende sind heute mit einer Vielzahl an Entwicklungen konfrontiert. Wer den Medienwandel aus grösserer Flughöhe betrachtet, erkennt neue Formate der Berichterstattung. Die «Media Innovation Map» des GDI zeigt sie.

Der nachfolgende Text basiert auf der «Media Innovation Map» des GDI, die Sie über unsere Website beziehen können.

Mehr Informationen führen zu mehr Gewissheit. Könnte man meinen. Tatsächlich scheint das Gegenteil der Fall: Wir sind überfordert, die Kategorien «wahr» und «falsch» verlieren an Trennschärfe. Für klassische Medien, bislang mitverantwortlich für die Informationsflut, bieten sich neue Betätigungsfelder – mitunter auch nur die Möglichkeit der Rückbesinnung auf Kernaufgaben, aber unterstützt durch neue Mittel der Technologie. Denn es herrscht ein grosses Bedürfnis nach jemandem, der uns die Welt wieder einfacher macht.

Fact-Checking-Websites wie snopes.com erfreuen sich grosser Beliebtheit. Zunehmend ordnen publizistische Formate die News eher ein, anstatt selber Tagesaktualitäten zu vermitteln. Sie helfen ihrem Publikum damit, sich in einer immer komplexer werdenden Welt zurechtzufinden.

Folgende Möglichkeiten eröffnen sich für die Medienwelt:

Wie kann eine Medienmarke für ihr Publikum den Wahrheitsgehalt von
Informationen bestimmen? Bei welchen Informationen ist das möglich, bei welchen nicht?

In unsicheren Situationen orientieren wir uns am Verhalten anderer. Wie kann eine Medienmarke ihrem Publikum helfen, die Reaktionen anderer auf News-Inhalte zu erfahren (Reaction-Videos, Kommentare, Votings etc.)? Und wie lässt sich verhindern, dass nur die Lautesten gehört werden?

Erlauben Daten positivere Geschichten als Tagesaktualitäten, weil positive Entwicklungen schleichend passieren (z. B. Rückgang von Armut) und sich eher in Statistiken als in plötzlichen Ereignissen manifestieren? Wie kann eine Medienmarke ihrem Publikum helfen, persönlich gesammelte Daten besser zu verstehen? (Einordnung der Resultate von Schlaf-Tracking-Apps und Sport-Trackern oder User-Vergleiche und Top-Scores etc.).

Wie kann eine Medienmarke zu einem möglichst interaktiven Ansprechpartner werden, um komplizierte Sachverhalte einfach darzustellen und Tagesaktualitäten in einen grösseren Kontext zu setzen (Beispiele: «Geopolitik for Dummies» oder «Explain like I’m 5» auf Reddit)? Können sich Nutzende gegenseitig Dinge erklären?

Die Macht des Internets entstammt seinen Vernetzungsmöglichkeiten. Wie kann eine Medienmarke Inhalte von Dritten (von anderen News-Produzenten, Wikipedia oder Firmen) mit den eigenen verknüpfen, um Erklärungen und Vertiefungsmöglichkeiten anzubieten?

 

Poster, 2019 (kostenloser Download)

Sprachen: Deutsch, Französisch, Englisch
Im Auftrag von: 20 Minuten

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Sprache: Englisch

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