Klarna – wie «hip» kann ein Zahlungsanbieter sein?
Wenn es Gewinner während des Corona-Lockdowns gab, dann waren es E-Commerce-Plattformen und ihr Ökosystem. Klarna ist so ein Gewinner. Im Video vorab und an der GDI-Handelstagung zeigt Klarnas Chief Marketing Officer David Sandström, wie es aussehen würde, wenn Gucci ein Zahlungsanbieter wäre.

Der Zahlungsanbieter Klarna aus Schweden floriert nicht erst seit der Krise. 205’000 Händler nutzen das Angebot von Klarna aktuell, das Unternehmen hat über 2700 Mitarbeiter in 17 Ländern. Ein Erfolgsfaktor ist Klarnas unverwechselbares Branding, das in Pink und mit MarkenbotschafterInnen wie Lady Gaga und Snoop Dogg daher kommt. Verantwortlich dafür ist Chief Marketing Officer David Sandström.

Produkte und Marken hätten ein Problem heutzutage: «Die Produkte sind da, aber das Branding fehlt», sagt David Sandström. Dabei spielten Marken eine entscheidende Rolle, oder genauer: das Gefühl, dass sie bei den Kunden hervorrufen. Für Zahlungsabwickler Klarna gilt das umso mehr. Denn eines weiss Sandström sicher: «Bezahlfunktionen sind nicht das Aufregendste der Welt». Im Video erklärt Sandström, wie «hip» ein Zahlungsanbieter sein kann und wie es aussehen würde, wenn Gucci ein Zahlungsabwickler wäre:

Unternehmer sollten sich eins bewusst sein: «Es gibt für jedes Produkt zehn andere, die gleich gut sind. Es reicht nicht zu glauben, dass Kunden das Produkt lieben werden, weil seine Funktionen gut sind.»

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