Jason Hickel: «Lasst uns unser Wirtschaftssystem neu konzipieren und ein besseres schaffen»
Wachstum ist ein grundlegendes Paradigma unseres Wirtschaftssystems. Doch könnte eine geordnete Reduzierung von Energie und Ressourcen die Wirtschaft wieder ins Gleichgewicht mit der Umwelt bringen? Der Wirtschaftsanthropologe Jason Hickel ist sich sicher.

«Wenn wir Produktionsweisen identifizieren können, die für unsere Gesellschaft weniger notwendig sind, dann sollten diese aktiv und direkt abgebaut werden. So einfach ist das», meint Jason Hickel, Wirtschaftsanthropologe und Fellow der Royal Society of Arts im Interview mit dem GDI. «Heute sehen wir Wachstum als das Zentrum unseres Wirtschaftssystems.» Und das mache es uns schwer, unsere ökologischen und sozialen Ziele zu erreichen.

Wenn wir das Wachstum aus dem Zentrum unseres Wirtschaftssystems entfernten, liessen sich diese Nachhaltigkeitsziele leichter erreichen. «Und die Beweise, die wir haben, zeigen, dass dies ganz klar der Fall ist», meint Hickel.

Können wir Wachstum reduzieren? Wie soll der Kapitalismus ohne Wachstum funktionieren? Jetzt das Video-Interview mit Jason Hickel anschauen:

 


Iyad Rahwan: «Künstliche Intelligenz stellt keine Fragen»
Künstliche Intelligenz und der Mensch werden oft gegensätzlich gedacht. Iyad Rahwan leitet das Zentrum für Mensch und Maschine am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und ist im Interview mit dem GDI ganz anderer Meinung. Die Menschen würden für die grossen Fragen zuständig bleiben.