Gastrobranche: Grosse Infrastruktur oder Geisterküche?
Viele Restaurants müssen sich entscheiden: Setzen sie auf eine grosse, teure Infrastruktur an Top-Lage, oder auf eine Geisterküche, die sie sich teilen? Dies sagt GDI-Forscherin Marta Kwiatkowski in der SRF-Sendung «10 vor 10».

Auf 1,4 Milliarden Franken schätzt Dominic Millioud den Schweizer Markt für Essenslieferungen. Er muss es wissen, denn Millioud ist Länderchef des Food-Delivery Anbieters eat.ch.

Der Boom der Essens-Lieferdienste, der schon vor Covid-19 einsetzte, zwinge viele Gastronomiebetriebe, ihr Geschäftsmodell zu überdenken, sagt GDI-Forscherin Marta Kwiatkowski in der SRF-Sendung «10 vor 10». «Viele Gastronomiebetriebe werden sich entscheiden müssen, welches Konzept sie wählen: Nutzen sie die ganze Infrastruktur vor Ort, die sehr teuer im Unterhalt ist, Sitzplätze und eine Top-Lage erfordert – oder investieren sie in eine sogenannte Geisterküche, die sie mit anderen zusammen nutzen können?»

Eins sei sicher: Zusätzlich zum klassischen Restaurant, wie wir es heute kennen, werde es andere Gastronomiekonzepte geben, so Kwiatkowski im Interview:

GDI-Studie Nr. 47 / 2019

Sprachen: Deutsch, Englisch

Wie Paris seine Innenstadt rettet

In Paris ist der Erhalt einer abwechslungsreichen Handelslandschaft öffentliche Aufgabe. Das von der Stadt beauftragte Unternehmen Semaest kauft Ladenlokale und vermietet sie günstig an kleine Einzelhändler. Semaest-Direktorin Emmanuelle Hoss erklärt in einem Podcast und an der GDI-Handelstagung, wie sie so die Einkaufsviertel von Paris vor der Verödung bewahrt.

GDI-Podcast: Vom Essen besessenVom Essen besessen

Essen ist Wellness-Erlebnis und Lifestyle, Kompass auf der Suche nach Moral und manchmal Ersatzreligion – Essen ist alles und überall. Essen ist heute Pop. Im zweiten GDI-Podcast erklärt Christine Schäfer, Autorin des «European Food Trends Report», warum wir besessen sind vom Essen.

Microliving: Wohnkonzepte für jede Lebenslage
Viele Wohnungen, die heute von nur einer Person bewohnt werden, würden nicht effektiv genutzt, sagt GDI-Forscher Stefan Breit im Interview mit SRF «10 vor 10». Wohnformen wie Microliving seien hier eine Lösung.