Frugale Innovation: Wie das geht und warum sie wichtig ist
Elektroautos, Home-Automation, zivile Raumfahrt: Die Innovationen der vergangenen Jahre wollten unser Leben erleichtern. Dazu verbrauchen sie aber enorme Ressourcen. Ganz anders frugale Innovationen. Wie? Das erklären wir in diesem Video – und schon bald am Europäischen Trendtag.

«Wir brauchen neue Zugänge, neue Massstäbe, was denn eine wichtige Innovation ist», sagt GDI-Forschungsleiterin Karin Frick. Die Innovationen der vergangenen Jahre hätten den KonsumentInnen mehr geboten, als sie benötigen. Sie hätten aber gleichzeitig den Ausstoss von CO2 weiter erhöht und den Verbrauch von nichterneuerbaren Ressourcen. Ganz anders bei frugaler Innovation – Karin Frick: «Damit kann man Innovation vom Ressourcenverbrauch entkoppeln.»

Mit frugalen Innovationen können Firmen aber auch besser auf Kundenbedürfnisse eingehen, so GDI-CEO Lukas-Jezler. Denn KonsumentInnen seien längst bereit, ihr Verhalten anzupassen, etwa um den Klimawandel zu stoppen. «Frugale Innovation hilft Unternehmen, eine neue Nachfrage nach einfachen, robusten, preisgünstigen und nachhaltigen Lösungen zu befriedigen.» Kleine, mobile Ultraschallgeräte, autarke Stromsysteme, oder Sharing-Plattformen für Ladeneinrichtung sind nur drei Beispiele für frugale Innovationen, die das Leben einfacher machen und nicht viel kosten.

Am 18. Europäischen Trendtag beleuchten wir Frugale Innovationen – ein Trend, der gekommen ist, um zu bleiben:


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Einzige Rettung: Degrowth
«Wir können nicht endloses Wachstum auf einem endlichen Planeten haben.» Mit diesem Satz plädiert der Wirtschaftsanthropologe Jason Hickel in einem Video für ein Umdenken. Am GDI-Trendtag vom 9. März 2022 wird er Alternativen zu unserem heutigen Wirtschaftssystem beschreiben.