«Empathie lässt sich auch per Mausklick herstellen»
Die Bereitschaft, uns in jemanden einzufühlen, habe in den vergangenen 100 Jahren stark zugenommen, sagt Ute Frevert. Warum, und wie die digitale Kommunikation diesen Trend noch verstärkt, verrät die Historikerin im Juni am GDI.






Frau Frevert, Sie schreiben: «Gefühle haben eine Geschichte». Was heisst das?


Welche Gefühle haben denn gerade besonders Konjunktur?


Unter den Gefühlen, die im 20. Jahrhundert an Bedeutung verloren haben, ist die Scham. Warum?


Wird Scham nicht gerade für Jugendliche mehr zum Thema? Angst, auf Facebook uncool oder peinlich rüberzukommen, ist doch gross.



Die Fähigkeit, sich in jemand anderes einzufühlen, hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen, sagen Sie. Warum sind wir heute empathischer als vor 100 Jahren?



Ist Mitgefühl nicht die politisch korrekte Kehrseite von Voyeurismus in einer Gesellschaft, in der wir 24 Stunden am Tag über elektronische Medien andern beim Leben zuschauen können?


Zum Schluss in Kürze: Was erwartet unsere Teilnehmer an Ihrem Vortrag?




«Die Menschen machen nicht mehr mit»
Nur langsam würden unsere politischen und wirtschaftlichen Entscheider erkennen, dass unser Lebensstil immer mehr Extreme provoziere, so David Bosshart in einem Beitrag im neuen «GDI Impuls». Der GDI-Direktor ruft auf zu einer neuen Nüchternheit.