Das «Pokémon Go» des Shoppings
Nick Brackenbury will es mit den ganz Grossen der Branche aufnehmen. Der Londoner will den Einkauf beim Händler um die Ecke so einfach machen wie eine Onlinebestellung bei Amazon. Hier und an der GDI-Handelstagung stellt er das Geschäftsmodell hinter seinem Start-up NearSt vor.

Nick Brackenbury, CEO des Londoner Start-ups NearSt, hat ein ambitioniertes Ziel: «Wir wollen den Einkauf beim Händler um die Ecke so einfach machen wie eine Onlinebestellung bei Amazon.» Er sieht nicht ein, warum heutzutage eine digitale Bestellung vermeintlich die einfachere Option ist: «Weil wir denken, online alles zu bekommen, leiden die Einkaufsmeilen in den Städten.»

Das Problem: Den Millennials könnte die Rettung des stationären Handels nicht egaler sein. Wie fängt man diese Kunden also ein? «Nicht mit Drohnen oder Versand-Robotern», ist sich Brackenbury sicher.

Auf den ersten Blick sei der undurchsichtige, chaotische stationäre Handel nicht mit dem präzisen, lagergetriebenen System des Onlinehandels kompatibel. NearSt beweist jedoch das Gegenteil: Die Nearst-App zeigt an, wie weit der nächste Shop mit meinem Wunschprodukt entfernt ist, oder wie schnell es geliefert werden kann. Bezahlt wird online. «Sieht aus und fühlt sich an wie ganz normaler E-Commerce», sagt Brackenbury stolz. «Pokémon Go des Shoppings» war das grösste Kompliment, das Brackenbury von einem Millennial für seine App erhielt.

Schnelligkeit sei heute ein Muss. «Um moderne On-Demand-Shopper glücklich zu machen, müssten Produkte genau an dem Platz und zu der Zeit verfügbar sein, wo und wann die Shopper sie gerne hätten», erklärt Brackenbury hier im Video:

Angst vor Amazon hat der Gründer nicht: «Wenn der weltgrösste Online-Händler mit dem Ausbau seiner physischen Shops zeigt, dass es sich lohnte, in den stationären Handel in den Städten zu investieren, stimmt uns das zuversichtlich.»

Drei Trends sieht Brackenbury für den Handel in den kommenden Jahren:

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