«Covid-19 zeigt den enormen Bedarf an öffentlichen Plätzen»
«Als man während des Lockdowns mehr Zeit draussen verbrachte, waren die Einkaufsstrassen leer, weil sie als öffentliche Plätze nicht taugen», sagt Kristian Villadsen vom Stadtplanungsbüro Gehl im Interview.

«Covid-19 zeigt den enormen Bedarf an öffentlichen Plätzen und Erholungsräumen in den Städten», sagt Stadtplaner Kristian Villadsen im Interview von der GDI-Handelstagung. Doch Einkaufsstrassen würden die Lebensqualität nicht verbessern: «Als man während des Lockdowns mehr Zeit draussen verbrachte, waren die Einkaufsstrassen leer, weil sie als öffentliche Plätze nicht taugen», so der Partner des renommierten dänischen Stadtentwicklers Gehl Architects.

Städte in der ganzen Welt hätten während der Pandemie entdeckt, dass Strassen wichtiger öffentlicher Raum seien und für andere Zwecke umfunktioniert werden könnten, jenseits des Transports. «Jetzt haben wir die Chance zu zeigen, dass wir den Raum in der Stadt anders nutzen können.»

Welche neuen Nutzungskonzepte für städtischen Raum Villadsen im Sinn hat, und warum Städte mit mehreren Zentren die Zukunft sind, erklärt er im GDI-Videointerview:

GDI-Studie Nr. 49 / 2020

Sprache: Deutsch

Format: PDF, 50 Seiten

Sechs Themen: So verändern sich Städte nach dem Covid-19-Lockdown

In Städten herrscht Nähe, doch die Pandemie gebietet physische Distanz. Wie lässt sich das Dilemma lösen? Und wie verändert sich der öffentliche Raum? GDI-Researcherin Marta Kwiatkowski identifiziert sechs Themen, die die Post-Corona-Stadt prägen werden.

Studie, 2018 (kostenloser Download)

Sprachen: Deutsch, Französisch
Im Auftrag von: Zentrum Öffentlicher Raum (ZORA)

Gastrobranche: Grosse Infrastruktur oder Geisterküche?
Viele Restaurants müssen sich entscheiden: Setzen sie auf eine grosse, teure Infrastruktur an Top-Lage, oder auf eine Geisterküche, die sie sich teilen? Dies sagt GDI-Forscherin Marta Kwiatkowski in der SRF-Sendung «10 vor 10».