3-D-Shopping: Die neuen Flagshipstores sind online
Die meisten Online-Shops basieren heute auf dem selben Kachel-Design, das Amazon vor 25 Jahren das erste Mal nutzte. Dem will Gründerin Neha Singh mit ihren 360-Grad-Online-Shops etwas entgegenstellen. Wie ihre Shops aussehen und warum das Kapitalgebern kürzlich 3,4 Millionen US-Dollar wert war, zeigte sie hier in einem Video und an der GDI-Handelstagung.

Bekannt: Menschen sind soziale Wesen. Darum suchen sie den Austausch, nicht zuletzt beim Shopping in der Mall. Neu: Es braucht Alternativen für Zeiten und Situationen, in denen der Face-to-Face-Kontakt nicht möglich ist. Das hat uns die Corona-Pandemie überdeutlich gezeigt.

Die Amerikanerin Neha Singh arbeitet mit ihrem Start-up Obsess an genau so einer Alternative. In ihren 3-D-Online-Shops kann man einkaufen, als wäre man vor Ort. Singh nennt das: Erlebnis-E-Commerce. Vor allem Produktkategorien, die man erst entdecken muss, liessen sich so ansprechend virtuell darstellen. Die Pandemie gab Singhs Unternehmen und dem Geschäftsmodell, welches sie verkauft, ordentlich Anschub: «Händler sehen heute den Onlineshop als ihren neuen Flagshipstore an», sagt sie. Dies bedeute auch eine Abkehr vom 25 Jahre alten E-Commerce-Design à la Amazon.

Mit Hilfe von Augmented- und Virtual-Reality hat Singh bereits mehr als 60 virtuelle Shops aufgebaut, und zwar für Weltmarken wie Tommy Hilfiger, Samsung oder Christian Dior. VR-Brillen oder besondere Apps benötigen die KundInnen für den virtuellen Store-Besuch nicht mehr. Während der Pandemie sammelte sie für ihre Geschäftsidee 3,4 Millionen US-Dollar Seedkapital ein. Wie ihre Shops aussehen, zeigt Singh hier im Video und an der 71. Internationalen Handelstagung:

Javier Goyeneche: «Das Fashion-Geschäftsmodell funktioniert nicht»

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